Meist gute Qualität bei Milchschokoladen

Beim Kauf von Milchschokolade erhält man in den meisten Fällen gute Qualität. Die deutsche Stiftung Warentest bewertete 15 von 25 Produkte mit „gut“. Nur die teuerste Schokolade im Test schnitt lediglich „ausreichend“ ab. Testsieger war eine relativ günstige Marke mit Fairtradesiegel.

Geprüft wurden 25 Schokoladen mit einem Kakaogehalt zwischen 30 und 45 Prozent. Vier waren Bioprodukte. Die Preise lagen zwischen einem und knapp sieben Euro pro 100 Gramm. Neben Geschmack und Aussehen flossen auch Schadstoffgehalt, Verpackungsdesign und Deklaration der Inhaltsstoffe in das Testergebnis ein.

Testsieger „Die gute Schokolade“

Beim Geschmack konnten zwei Tafeln am meisten punkten: „Die gute Schokolade“ und die Vollmilchschokolade von Lindt. „Die gute Schokolade“ mit dem Fairtradesiegel gehörte mit 1,00 Euro pro 100 Gramm (Deutschland) bzw. 1,29 pro 100 Gramm (Österreich) zu den günstigen Milchschokoladen. Hinter dem Fairtradeprodukt steckt die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet, die gemeinsam mit Lebensmittelgroßhändlern ein Aufforstungsprojekt in Mexiko unterstützt. „Die gute Schokolade“ schnitt im Test auch insgesamt am besten ab.

Sachverständiger riecht an Schokoladetafel
APA/dpa
Experten beurteilten Konsistenz, Geschmack und Geruch der Schokoladen

Die Vollmilchschokolade von Lindt schmeckte zwar ebenfalls „sehr gut“, büßte im Test aber wegen Mängeln bei der Kennzeichnung Punkte ein. Kritisiert wurde hier, dass auf der Rückseite der Verpackung Vanilleblüten und -schoten abgebildet waren, das Produkt jedoch keine Vanille, sondern den Aromastoff Vanillin enthalten habe. Damit erreichte die Lindt-Schokolade nur ein „Befriedigend“.

Vanille oft „in homöopathischer Dosis“

Unter den mit „gut“ bewerteten Schokoladen waren bekannte Marken wie Merci, Milka und Ritter Sport sowie Bioprodukte von Lidl und Naturata. Neun weitere Milchschokoladen bekamen im Test ein „Befriedigend“. Das teuerste Produkt - „Milk Chocolate“ des belgischen Herstellers Godiva - erreichte als einziges nur ein „Ausreichend“. Es erhielt Abzüge wegen einer hohen Belastung mit dem Schwermetall Nickel, die allerdings gesundheitlich unbedenklich war.

Mit Ausnahme der Godiva-Schokolade waren alle Produkte weitgehend frei von Pflanzenschutzmitteln, Kadmium und Mineralölen. Stiftung Warentest bemängelte jedoch, dass die Hersteller Vanille oft „nur in homöopathischer Dosis“ verwenden würden, obwohl diese Zutat deutlich ausgewiesen sei. Auch dafür gab es Punkteabzüge.

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