Faschingsschminke kann Haut reizen

Erst ein geschminktes Gesicht macht für viele die Verkleidung im Fasching komplett. Doch Inhaltsstoffe in der Schminke könnten die Haut reizen, warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (Deutschland). Vorsicht sei auch bei Spaßkontaktlinsen und Tattoos zum Aufkleben geboten.

Der Fasching steuert dem Höhepunkt zu. Gut ein Viertel der Österreicher feiert im Freundeskreis oder mit der Familie, knapp jeder Fünfte nimmt an einem Umzug teil, ebenso viele verkleiden und schminken sich auch.

Vollschminke mit Wasser statt Fett

Wer Faschingsschminke mit Mineralölen wie etwa Paraffin oder Petrolatum auf die Lippen aufträgt, verschlucke oft schädliche Substanzen, so die Verbraucherzentrale. Schminke aus zertifizierte Naturkosmetik sei hingegen frei von Mineralölen, Silikonen, Polyethylenglykolen (PEG) und vielen anderen synthetischen Inhaltsstoffen, die Haut und Umwelt belasten können.

Beim Kauf sollten Konsumenten Schminktöpfe mit Aquafarben bevorzugen, so die Experten. Die Produkte lassen sich wie Wassermalfarben mit Pinsel oder Schwamm auftragen. Anders als Farben auf Paraffinbasis würden Wasserfarben die Poren nicht abdichten und ließen sich einfach mit Wasser und Seife wieder entfernen. Allergikern wird empfohlen, sich genau zu informieren, woraus die Schminke besteht.

Hygiene bei Spaßkontaktlinsen oberstes Gebot

Von roten Vampiraugen bis zu katzenförmigen Pupillen lassen sich mit Spaßkontaktlinsen dramatische Effekte erzielen. Wie bei optischen Sehhilfen sei auch bei den Spaßlinsen eine sorgfältige Hygiene notwendig, um Infektionen der Augen zu vermeiden. Farben und Muster würden die Linsen luftdicht machen, wodurch die Hornhaut des Auges bei längerem Tragen gereizt werden könne. Wer Spaßlinsen verwendet, sollte sie also nur kurzzeitig tragen und Optiker oder Augenärzte vor dem Kauf um medizinischen Rat fragen, so die Verbraucherzentrale.

Kontaktlinsen mit Farbmotiven
dpa COLORplus
Partykontaktlinsen können die Augen reizen, wenn sie zu lange getragen werden

Auch Tattoos zum Aufkleben könnten die Haut reizen und durch Schadstoffe wie Lösemittel, Weichmacher oder Naphthalin belastet sein. Die Stiftung Warentest fand 2016 solche Rückstände in einigen Produkten. „Teilweise lassen sich die Substanzen schon am Geruch erkennen. Wenn die Tattoos riechen, besser Hände weg“, so die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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