Akkurasenmäher: Sauber, leise, komfortabel

Akkurasenmäher sind sauberer als Benzinrasenmäher und bei vergleichbarer Leistung komfortabler als Elektromäher mit Netzstecker. Die Stiftung Warentest hat elf Rasenmäher mit Batterie getestet, vier davon erhielten die Note „gut“.

Sie sind recht neu auf dem Markt. So neu, dass die Zeitschrift der Stiftung Warentest ihren Vergleich von elf Akkurasenmähern mit „Neue Freiheit“ betitelt. In diesem Fall: Freiheit von Abgas und Lärm der Benzinmäher, und dem Kabelgefummel herkömmlicher elektrischer Rasenmäher. Modernen Lithium-Akkus sei Dank, stehen die kabellosen Rasenmäher ihren Verwandten mit Netzstecker in der Leistung in nichts nach, sagt Herbert Noll von der Stiftung Warentest gegenüber help.ORF.at: „Wir haben zuletzt kabelgebundene Mäher geprüft und die Ergebnisse sind mit den Akkurasenmähern vergleichbar. Und das, obwohl letztere viel effizienter mit dem Strom umgehen,“ so Noll.

Akkurasenmäher
Stiftung Warentest
Die elf getesteten Akkurasenmäher in Formation

Abwertung wegen verbotener Schadstoffe

Vom geringeren Energieverbrauch abgesehen, unterscheiden sich Akkurasenmäher und Geräte mit Netzstecker kaum: Gleiche Gehäuse, gleiche Messer, gleiche Mähergebnisse. Vier mal vergaben die Tester ein „Gut“. Testsieger war der Viking MA 339 C (700 Euro), gefolgt von den Modellen Bosch Rotak 37 LI (450 Euro), Al-Ko Moweo 42.5 Li (450 Euro) und Ryobi RLM18X40H240 (390 Euro). Eine lobende Erwähnung bekam der Rasenmäher von Bosch zusätzlich zum zweiten Platz, sagt Testleiter Noll, weil er auch nasses Gras zuverlässig einen Kopf kürzer machte. Das mache man zwar eigentlich nicht - „wer seinen Rasen liebt, mäht ihn nur trocken“ - sei aber Teil der Prüfnorm.

Akkurasenmäher im Test
Stiftung Warentest
Was fasst der Fangkorb? Auch eine Prüfungsfrage

Im Mittelfeld lagen die Akkumäher Bauhaus Gardol GAM-E 43 LI (400 Euro), Hitachi ML 36DAL(2.5L) (450 Euro), Husqvarna LC 141Li (675 Euro) und Makita DLM380Z (505 Euro), alle mit der Note „befriedigend“. Ein „Ausreichend“ gab es noch für den Stiga Combi 40AE (450 Euro). Durchgefallen sind dagegen der Greenworks Tools G-Max 40V (360 Euro) und der Wolf-Garten 72V Li-Ion Power 40 (500 Euro). Und zwar nicht wegen mangelhaften Mähens, sondern wegen verbotener Schadstoffe in den Griffen: Die Tester fanden kurzkettige Chlorparaffine.

Technik und Batterien standfest

Besonderes Augenmerk wurde auf die Haltbarkeit der Geräte gelegt. Gehäuse, Mechanik und Schneidwerk wurde bei allen elf Mähern für „sehr gut“ befunden, die Batterien wurden einem eigenen Stresstest unterzogen. „Wir haben die Akkus mit der Simulation eines zehnjährigen Betriebs belastet. Dabei gab es letztlich kaum Probleme“, so Noll. Ausreißer war der Akku des Rasenmähers von Stiga (Teilnote „mangelhaft“). Zehn Jahre sollten die Akkus locker überleben, die richtige Pflege vorausgesetzt. So sollten die Batterien geladen, trocken und frostfrei überwintern, empfiehlt Testleiter Noll.

Akkurasenmäher im Test
Stiftung Warentest
Mit den Mähergebnissen waren die Tester zufrieden

Ein Ersatzakku kostet zwischen rund 130 und knapp 220 Euro, manche der Mäher benötigen davon gleich zwei. Die Batterien sind häufig auch mit anderen Geräten derselben Marke kompatibel; wer sich nicht davor scheut, sich auf einen einzigen Hersteller zu beschränken, kann von der Bohrmaschine bis zum Rasenmäher alles mit einem Akkutyp betreiben. Einmal Aufladen dauerte im Test zwischen 50 Minuten und etwas über vier Stunden, das reichte für 260 bis 320 Quadratmeter Rasen.

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