Nach ÖAMTC-Test: Recaro ruft Kindersitz zurück

Wegen schwerer Mängel beim simulierten Frontalaufprall hat der Kindersitz Recaro Optia ein Nicht genügend von den ÖAMTC-Testern bekommen. Das Unternehmen ruft das Modell nun zurück. Der Autoclub hat zehn aktuelle Kindersitzmodelle getestet, sechs davon bekamen ein Gut.

Ein weiteres Nicht genügend kassierte das Modell Rebl des niederländischen Herstellers Nuna. Der Sitz habe dem Frontalaufpralltest bei Einbau gegen die Fahrtrichtung nicht standgehalten, begründeten die Tester das schlechte Abschneiden. Auch beim beanstandeten Recaro-Modell löste sich die Schitzschale von der Basis, der Testdummy wurde nach vorne geschleudert. Recaro kündigte gegenüber dem ÖAMTC an, die mangelhaften Modelle auszutauschen. Von Nuna liegt noch keine Stellungnahme vor.

Sechs von zehn Kindersitzen gut

Von den zwei Ausreißern abgesehen, zeigten sich die Tester mit den zehn aktuellen Modellen im Test zufrieden. Bei den Babyschalen für Kinder bis zu einem Jahr bekamen zwei Modelle von Cybex die Note Gut. In der nächsthöheren Gewichtsklasse für Kinder bis zu vier Jahren schnitten ebenfalls ein Cybex-Modell, ein Kindersitz von Recaro und einer der Marke Kiddy gut ab. Einen Zweier schaffte auch ein Sitz von Jané für größere Kinder bis zwölf Jahre.

Kindersitzmodelle vor einem Auto
ÖAMTC
Die Modelle im aktuellen Test

Zwei weitere Kindersitze von Maxi-Cosi und Joie wurden zwar mit befriedigend zwar nur durchschnittlich bewertet, würden jedoch noch immer die gesetzlichen Vorgaben übertreffen. Die mittelmäßige Bewertung liege an den höheren Anforderungen des ÖAMTC-Tests, so der Autoclub. Erfreulich sei bei allen getesteten Modellen die geringe Schadstoffbelastung: Neun der zehn Prüflinge erhielten in dieser Kategorie ein Sehr gut.