Euro-Münzen und Stecker
APA/HELMUT FOHRINGER
APA/HELMUT FOHRINGER

VSV startet Sammelaktion gegen EVN

Der Verbraucherschutzverein (VSV) von Peter Kolba hat eine Sammelklage gegen die EVN in Angriff genommen. Grund sind Preiserhöhungen, über die die Kundinnen und Kunden nicht informiert worden seien. Die Preiserhöhungen seien somit unzulässig, argumentiert der VSV. Die Betroffenen hätten nun mit hohen Nachzahlungen zu kämpfen. Laut EVN waren die Anpassungen rechtskonform, weil vertraglich fixiert.

Der Verbraucherschutzverein (VSV) von Peter Kolba startet eine Sammelaktion gegen den Energieversorger EVN. Das Unternehmen habe Preiserhöhungen bei Strom und Gas vorgenommen, ohne es den Kunden mitzuteilen, so die Begründung. „Wenn eine Preiserhöhung den Kunden nicht mitgeteilt wird, dann ist diese Preiserhöhung unwirksam,“ sagte Kolba in einer Aussendung. Zwei Klagen habe Anwalt Ulrich Salburg gegen die EVN bereits eingebracht.

Hohe Nachzahlungen für Kundinnen und Kunden

Der VSV geht nicht davon aus, dass es sich dabei um Einzelfälle handelt und hat deshalb eine Sammelklage gestartet. Laut dem Verbraucherschutzverein hat die EVN die Preise für Strom und Gas deutlich erhöht, ohne dies Kunden mitzuteilen oder Teilzahlungen anzupassen. „Dadurch sind nun Kunden mit Nachzahlungsforderungen von mehreren tausend Euro belastet“, so Kolba.

Die EVN weist auf APA-Anfrage darauf hin, rechtskonform zu handeln. „Eine gerichtliche Klärung wird hoffentlich zu vernünftigen rechtlichen Neuregelungen führen. Für Kunden und Lieferanten braucht es Klarheit und Rechtssicherheit“, heißt es in einer Stellungnahme. Die Preisanpassung sei unabhängig von einer diesbezüglichen Information gültig, da der Preisanpassungsmechanismus und -zeitpunkt klar und eindeutig vertraglich geregelt sei, so der Energieversorger.