Ein Mann am Laptop versucht auf illegale Weise Passwörter und Seiten im Internet zu hacken. (Gestellte Szene).
APA/HELMUT FOHRINGER
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Wien

Polizei warnt vor Betrugsmasche mit Strafzetteln

Die Polizei warnt vor gefälschten Strafzetteln im Raum Wien. Die Betrüger fordern ihre Opfer auf, einen QR-Code zu scannen, um eine Parkstrafe zu bezahlen. Die Betroffenen landen dann auf einer gefälschten Website und sollen Bankdaten bekanntgeben. Die Zahlungsinformationen geraten in die Hände der Kriminellen. Wer Daten eingibt, dem droht hoher finanzieller Schaden, so die Polizei.

Die Wiener Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche mit gefälschten Strafzetteln. Die Betrüger hinterlassen diese auf – verkehrswidrig oder auch ganz legal ist egal – abgestellten Fahrzeugen. Darauf finden sich der Briefkopf der Landespolizeidirektion (LPD) Wien nebst dem Polizei-Logo und ein QR-Code. Dabei handle es sich wieder einmal um eine Form des „Phishing“, also des Versuchs, an die Daten der Opfer zu gelangen.

QR-Code führt auf gefälschte Webseite

„Das Opfer wird aufgefordert, einen Geldbetrag zu zahlen, da die vermeintliche ‚Polizei‘ einen Verstoß bezüglich des falschen Parkens festgestellt haben soll“, schilderte Polizeisprecher Matthias Schuster. „Durch das Scannen des QR-Codes gelangt man auf eine Zahlungsseite, bei der man die eigenen Bankdaten bekanntgeben soll, um den geforderten Betrag zu bezahlen. Hierbei handelt es sich um eine Betrugsmasche.“ Wer Daten preisgibt, riskiert einen weit höheren finanziellen Schaden als den am falschen Strafzettel geforderten Betrag.

Drohungen ignorieren

„Keinesfalls sollten Sie auf allfällige Forderungen eingehen, selbst wenn Ihnen mit (falschen) polizeilichen Maßnahmen gedroht wird. Wenn Sie bereits Opfer geworden sind, erstatten Sie eine Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion“, riet Schuster. Zudem könne jeder Link oder Dateienanhang auch selbst Schadsoftware enthalten, weshalb man ihnen nicht folgen und sie nicht öffnen sollte.

„Prüfen Sie die Mails, SMS oder wie in diesem Fall Schriftstücke auf Rechtschreib- und Grammatikfehler, da Cyberkriminelle oftmals international agieren und Übersetzungstools nutzen“, sagte Schuster. „Dies kann man den Texten anmerken.“ Zudem müsse man beachten, „dass auch scheinbar echte Nummern oder echte E-Mail Adressen nicht automatisch eine authentische Nachricht bedeuten“.