Eine Gruppen von Menschen blickt aufs Smartphone
Mirko Vitali – stock.adobe.com
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Stiftung Warentest rät von Handyversicherungen ab

Die deutsche Stiftung Warentest rät Konsumentinnen und Konsumenten vom Abschließen einer Handyversicherung ab. Angebotene Polizzen seien teuer und leisteten oft nicht, was die Kunden erwarten, so die Tester. Im Kleingedruckten fanden sich demnach „zahlreiche Haken“.

„Im Kleingedruckten der Polizze steht, wann die Versicherung leistet – und in welcher Form“, so die Tester nach Untersuchung von 19 Versicherungen. Oft liegt es demnach im Ermessen des Versicherers, ob durch Sturz oder Flüssigkeit beschädigte Geräte unter den Versicherungsschutz fallen.

Verspricht die Polizze im Versicherungsfall ein Ersatzhandy, kann dieses häufig ein gebrauchtes Gerät oder ein anderes Handy „gleicher Art und Güte“ sein.

Meist muss Selbstbehalt bezahlt werden

Ist Geld anstatt eines Ersatzhandys vorgesehen, fällt die Erstattungssumme häufig gering aus. „Und bei fast allen Versicherern zahlt man eine Selbstbeteiligung, wenn die Versicherung in Anspruch genommen wird“, warnte Stiftung Warentest.

Im Schadensfall ist Enttäuschung oft groß

Hinzu komme der Preis der Versicherung. „Ein 580 Euro teures Gerät für zwei Jahre zu versichern kostet zwischen 82 und 240 Euro“, so die Konsumentenschützer.

Noch teurer ,"aber nicht besser", wird es den Testern zufolge, wenn die Versicherung auch bei Diebstahl greifen soll. „Denn die Bedingungen im Kleingedruckten (…) können die meisten Kunden nicht einhalten.“ Insgesamt hätten Handyversicherungen ein „hohes Enttäuschungspotenzial“.