Kein Gelsenstecker empfehlenswert

Sie sind entweder giftig, gefährlich oder schlicht wirkungslos: Zu diesem Ergebnis kommt die deutsche Verbraucherzeitschrift „Ökotest“ in einem Test von neun Gelsensteckern. Keines der Produkte wird empfohlen.

Die neun Produkte lassen sich in drei Typen einteilen: Biozidverdampfer, Ultraschallpiepser und Hochspannungslichtfallen. Von Gelsensteckern, die ein Insektengift verdampfen, rät „Ökotest“ pauschal ab. Das Gift verteilt sich in der Raumluft und wird so über Stunden eingeatmet.

Die verwendeten Stoffe gehören zur Gruppe der Pyrethroide, die laut „Ökotest“ keinesfalls harmlos seien. Auf den Verpackungen finde sich ein Hinweis, dass Kinder und Asthmatiker den Substanzen nicht ausgesetzt werden sollten. Die Verdampfer schädigen außerdem andere Insekten, einer der verwendeten Stoffe ist auch für Bienen sehr giftig.

Ultraschall ist wirkungslos, Hochspannung tötet wahllos

Ohne Gift sollen dafür Ultraschallpiepser auskommen. Das stimmt zwar, so Ökotest, nur seien die Geräte auch völlig wirkungslos. Es gebe keinerlei wissenschaftliche Studien, die eine Wirkung bestätigten. Ebenfalls nicht empfehlenswert sind Hochspannungslichtfallen. Dabei lockt eine UV- oder LED-Lampe die Tiere an, und sobald sie an ein Hochspannungsgitter geraten, werden sie mit Stromstößen von 800 Volt und mehr getötet.

Damit werden zwar auch Gelsen erwischt, aber längst nicht nur: Die Stromkiller sind für alle Insekten tödlich. Der Anteil an Gelsen unter den Insekten, die in diese Fallen geraten, sei laut „Ökotest“ außerdem „verschwindend gering“: Stechmücken orientieren sich auf der Suche nach ihren Opfern weniger am Licht als am Geruch und der Kohlendioxidkonzentration in der Atemluft.

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