Onlinekauf digitaler Vignetten kann teuer kommen

Beim Kauf der digitalen Vignette rät die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich zur Vorsicht. Wer auf die falsche Homepage gerate, zahle für eine Jahresvignette 98,20 anstatt 89,20 Euro. Ein deutsches Unternehmen bietet sofort gültige österreichische Vignetten an, verrechne dafür aber Mehrkosten.

Eine Konsumentin aus dem oberöstereichischen Mühlviertel hatte zum ersten Mal die digitale Vignette gekauft. Über eine bezahlte Anzeige bei der Google-Suche kam sie auf die Seite www.vignette-sofort.at, wo sie die Vignette kaufte.

Deutsche Webseite wirbt mit „sofort gültig“

Nachdem die Oberösterreicherin die Auftragsbestätigung erhalten hatte, wunderte sie sich über den hohen Preis. Bei weiterer Recherche stellte sich heraus, dass sie die Vignette gar nicht von der österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (Asfinag), sondern von einem Unternehmen in Deutschland gekauft hatte. Die Firma wirbt laut AK Oberösterreich vor allem damit, dass die Vignette nach dem Onlinekauf sofort gültig sei.

Wird die digitale Vignette bei der Asfinag erworben, ist sie hingegen wegen des 14-tägigen Rücktrittsrechts bei Onlinekäufen erst ab dem 18. Tag gültig und berechtigt erst ab dann zur Nutzung der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich. Sofort nutzbare digitale Vignetten gibt es jedoch an Verkaufsautomaten der Asfinag, sowie bei den Autofahrerclubs. Nach Angaben der AK Oberösterreich können Verbraucher, die eine teurere digitale Vignette bei vignette-sofort.at gekauft haben, diese innerhalb von 14 Tagen retournieren und ihr Geld zurückfordern.

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