Trendfood Kokosöl: Nur jedes dritte gut

Die deutsche Stiftung Warentest hat 15 Kokosöle untersucht. Fünf Produkte wurden mit „Gut“ bewertet, eines fiel aufgrund von Schadstoffen durch. Kokosöl biete zwar ein exotisches Geschmackserlebnis, wer Wert auf gesunde Ernährung legt, sollte aber besser zu Rapsöl greifen, so die Tester.

Kokosöl heißt zwar Kokosöl, erinnert bei Zimmertemperatur in seiner Konsistenz aber mehr an Fett, als an Öl. Im Handel ist es durchwegs in Schraubgläsern erhältlich. Im warmen Klima seiner Heimat wie den Philippinen, aus Sri Lanka und aus Vietnam ist es flüssig - daher die Bezeichnung „Öl“.

Exotik hat seinen Preis

15 Kokosöle wurden unter die Lupe genommen - gut schnitten das „Bio Kokosöl nativ“ von dm (13 Euro pro Liter), das „Vita D’or Bio organic Kokosnussöl nativ kaltgepresst“ von Lidl (Elf Euro pro Liter), das „Kokosöl Premium“ von Veganz (26,30 Euro pro Liter), das „Kokosöl nativ“ von Alnatura (15 Euro pro Liter) und das in Österreich nicht erhältliche „Bio natives Kokosöl kaltgepresst“ von Edeka ab.

In einem Kokosöl von Aldi Nord (ebenfalls in Österreich nicht erhältlich) wurden Schadstoffe wie Mineralölbestandteile und Weichmacher gefunden, es fiel daher als mangelhaft durch.

Geschmacklich gut

Die meisten Kokosöle seien geschmacklich gut und eigneten sich zum Braten, da sie sich sehr hoch erhitzen lassen, erklärten die Tester. Tofu oder Fleisch würden damit besonders knusprig. So gesund wie in der Werbung gerne angepriesen, sei Kokosöl aber nicht, warnen die Tester.

„Man sollte Kokosöl nur in Maßen verwenden, denn es enthält überwiegend gesättigte Fettsäuren, die das schlechte Cholesterin im Blut und damit auch das Risiko auf Herzkreislauferkrankungen erhöhen,“ so Lebensmittelexpertin Birgit Rehlender von der Stiftung Warentest.

Gesundheit und Preis: Rapsöl schlägt Kokosöl

Der Anteil gesättigter Fettsäuren im Kokosöl liege bei 90 Prozent. Bei Olivenöl machen die gesättigten Fette dagegen nur 17 Prozent und bei Rapsöl nur acht Prozent aus. Rapsöl weist zudem viel Ölsäure auf und ist reich an Omega-3-Fettsäuren - eine ideale Mischung. Es eignet sich ideal zum Braten. Außerdem ist es wesentlich günstiger als das exotische Kokosprodukte.

Bestes Rapsöl aus Österreich

Auch Rapsöle hat die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen, Testsieger bei den raffinierten Ölen wurde das österreichische Produkt „Rapso Rapsöl“ (4,05 Euro pro Liter). Auch alle anderen raffinierten Rapsöle wurden mit einem „Gut“ bewertet. Raffiniertes Rapsöl eigne sich am besten zum Braten und Dünsten, so die Tester. Kaltgepresstes hingegen sei ideal zum Anmachen von Salaten und Rohkost.

Die besten kaltgepressten Rapsöle im Test waren das „Bio Rapsöl nativ“ von dm (3,70 Euro pro Liter), das „Vita d’or Native Rapskernöl kaltgeprest“ von Lidl (2,98 Euro pro Liter), das „Rapsöl nativ“ von Alnatura (4,90 Euro pro Liter), „Rapsöl nativ“ von Bio Planete (nur online erhältlich), „Butella Raps-Vitalöl“ von Aldi Nord (in Österreich nicht erhältlich) und „Gut&Günstig Rapskernöl“ von Edeka (in Österreich nicht erhältlich).

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