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Der Auspuff eines Autos des VW-Konzerns mit TDI Dieselmotor

VW-Passat-Rückrufe noch diese Woche möglich

Der von Volkswagen für diese Woche angekündigte Start der ersten großen Rückrufwelle für manipulierte Passat-Diesel steht laut dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) kurz bevor. Da die Behörde für die europaweite Zulassung zuständig ist, gilt die Rückrufaktion auch für Österreich.

Abgasskandal

Ihm seien keine Anzeichen für eine Verzögerung bekannt, sagte ein Sprecher des KBA am Montag. Genaueres, wie etwa ein konkretes Datum, stehe aber aktuell noch nicht fest. So könne er weder ausschließen noch bestätigen, dass es noch in dieser Woche grünes Licht gebe.

Bisher nur Start in kleinem Umfang

VW braucht den Startschuss des KBA, um die betroffenen Kunden anschreiben zu dürfen, denn die Behörde muss die Lösung für nachgebesserte Dieselwagen absegnen. Mit ersten Varianten des Passat soll in der laufenden neunten Kalenderwoche das erste massenhaft verkaufte Modell zum Rückruf in die Werkstätten. Der Pick-up Amarok der VW-Nutzfahrzeuge hatte vor einigen Tagen den Anfang gemacht - mit gut 8000 Wagen war das eine Generalprobe im Miniaturmaßstab.

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Bisher nur grober Zeitplan bekannt

In ersten Schreiben an die rund 2,5 Millionen deutschen und die rund 388.000 österreichischen betroffenen Kunden, nannte VW bisher einen groben Ablauf. Kalenderwoche 9 markiert den Anfang für die 2,0-Liter-Antriebe. Dabei machen Varianten des VW Passat den Anfang. Für die Wagen mit dem kleinsten Motor mit 1,2 Litern Hubraum startet die Werkstatt-Aktion ab dem 30. Mai (Kalenderwoche 22). Die mittelgroßen Motoren mit 1,6 Litern Hubraum sind ab dem 5. September (Kalenderwoche 36) an der Reihe.

Wann mit dem Golf das meistverkaufte VW-Modell an der Reihe ist, steht noch nicht fest. Jeder Halter bekommt aber noch einen zweiten Brief, der zum konkreten Termin in der Werkstatt aufruft.

Wann genau welche Typen dran sind, hängt von den Kombinationen aus Motor, Baujahr und Getriebe ab. Das KBA gibt die Termine schrittweise frei. Bei den mittleren 1,6-Liter-Motoren muss neben einem Software-Update auch ein neues Bauteil eingesetzt werden.

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01.03.2016