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Mann blickt auf Sky Logo

Schwierige Kündigung bei Sky: AK wird aktiv

Nicht nur in der Help-Redaktion, auch bei anderen Konsumentenschutz-Anlaufstellen häufen sich Beschwerden von Sky-Kunden. Die AK OÖ hat nun eine genaue Prüfung der Geschäftsbedingungen des Bezahlsenders angekündigt.

Die Beschwerden betreffen vor allem das Rücktrittsrecht, die Abwicklung von Kündigungen, aggressives Telefonmarketing oder ungerechtfertigte Rechnungen und Mahnschreiben. Dies teilt die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) mit.

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Demnach erklärt Sky häufig im Rücktrittsfall, dass der Rücktritt vom Konsumenten zu spät erfolgt sei, obwohl der Rücktritt nachweislich in der gesetzlichen Frist erfolgt ist. Auch bei Kündigungen behaupte Sky immer wieder, dass keine Kündigung zugegangen ist, selbst wenn eine schriftliche  Bestätigung von Sky vorliege.

Kein Durchkommen für Kunden

Die Sky-Reklamationsabteilung sei zudem offenbar spärlich besetzt, weil Konsumenten telefonisch kaum durchkommen und E-Mails spät oder nicht beantwortet werden, so AK-Rechtsexperte Georg Rathwallner.

Häufig betreffen die Beschwerden laut AK auch die angebliche Nichtrückgabe des Receivers nach Vertragsende. Obwohl die Konsumenten den Receiver zurückgeschickt haben, verlange Sky in diesen Fällen Schadenersatz.

Aggressive Vertragskeilerei

Nach erfolgter Kündigung würden Konsumenten häufig telefonisch zu einem neuen Vertragsabschluss gedrängt. Auch Konsumenten, die sich nicht erinnern könnten, am Telefon einem neuen Vertrag zugestimmt zu haben, werde eine Vertragsbestätigung zugesandt und Sky buche weiter vom Konto ab.

Dabei müssten telefonisch eingeleitete Verträge vom Konsumenten schriftlich bestätigt werden, um überhaupt zustande zu kommen, so Rathwallner. Die AK fordert von Sky ein konsumentenfreundlicheres Verhalten und kündigte an, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Firma auf Gesetzeskonformität zu überprüfen.

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22.02.2016