Standort: help.ORF.at / Meldung: "Handytarife im Jahresvergleich günstiger geworden"

Mann telefoniert mit einem Smartphone

Handytarife im Jahresvergleich günstiger geworden

Telefonieren und Surfen mit dem Handy ist bis zu 30 Prozent billiger geworden. Der Grund: deutlich mehr Anbieter, um 43 Prozent mehr Tarifvarianten und somit mehr Wettbewerb. Grundgebühren, Servicepauschalen und Aktivierungskosten sind allerdings nahezu gleich geblieben, sofern Servicepauschalen und Aktivierungskosten überhaupt verrechnet werden. Das zeigt eine Analyse der Arbeiterkammer (AK) über Handypreise bei 17 heimischen Mobilfunkanbietern von Jänner bis Dezember 2015.

Preise

Der Handymarkt ist wieder heiß umkämpft. Im Dezember 2015 gab es bereits wesentlich mehr Anbieter als noch zu Jahresbeginn 2015. Die AK-Preisanalyse zeigt: Wer mit dem Handy telefoniert und surft, kommt nun billiger weg. Durchschnitts- und Intensivnutzer können bei Neuabschlüssen durchschnittlich 9,8 bis 29,9 Prozent sparen. Konkret: Für Durchschnittskunden (telefonieren und surfen) ergibt sich ein durchschnittlicher Preisvorteil von 29,9 Prozent, für den Intensivnutzer von 14,7 Prozent. Wer vorwiegend telefoniert, kann auch zwischen 9,8 und 20,9 Prozent sparen.

A1, T-Mobile und Drei geringfügig verändert

Bei den drei großen Anbietern – A1, T-Mobile und Drei – haben sich die Preise nur geringfügig verändert. Die enthaltenen Datenfreimengen wurden aber deutlich ausgeweitet. Zusätzlich wurden meist EU-weite Freieinheiten gewährt. Die Gesprächsgebühren blieben unverändert, genauso wie die jährlich wiederkehrenden Servicekosten (rund 20 Euro im Jahr).

Kleinere und neue Anbieter meist billiger

Billiger telefonieren und surfen heißt es meist mit kleineren und neuen Anbietern. Sie verrechnen in der Regel auch keine Aktivierungskosten oder jährlich wiederkehrende Servicepauschalen.

Vertragstarife mit unlimitierten (fair-use), aktiven Gesprächsminuten und unlimitiertem SMS-Versand (fair-use) innerhalb Österreichs werden meist von den drei Großen angeboten. Die Kleineren gewähren oft klar definierte Mengen an Freiminuten, Frei-SMS und Freidaten oder bieten manchmal auch Tarife ohne Grundgebühren mit ausschließlich variablen Kosten an.

Die Kosten für den Mehrverbrauch sind bei den untersuchten Anbietern, bis auf einige Ausnahmen, gleich geblieben (3,9 bis 40 Cent für den Mehrverbrauch).

AK-Preisanalyse

Die AK hat drei typische Handynutzer von Jänner bis Dezember 2015 analysiert: Den "Durchschnittskunden 2013" mit dem günstigsten Vertragstarif mit und ohne Datennutzung sowie mit Wertkartentarif ohne Datennutzung (monatlich 140 aktive Gesprächsminuten, 50 SMS und bei Datennutzung mit 600 MB Datentransfermenge), den "Durchschnittskunden 2015" (140 Minuten, 25 SMS, 2.000 MB) und "Intensivnutzer 2015" mit dem günstigsten Tarif (monatlich 1.000 aktive Gesprächsminuten, 1.000 SMS und bei Datennutzung mit 5.000 MB Datentransfermenge). Geprüft wurden die Handytarife von A1, T-Mobile, Drei, Tele.ring, Bob, yesss, S-Budget, Ge-org, HoT, UPC, Red Bull Mobile, spusu, Volmobil, wowww, eety, Allianz und yooopi.

Tipps

Sparen können Kunden ohne oder mit kurzer Bindungsdauer, weil sie rascher bei neuen günstigeren Angeboten einsteigen können. Zu frühes Aussteigen aus einem Vertrag mit Bindungsfrist kann nämlich teuer kommen. Bei der Nutzung von Wertkarten entfallen die Aktivierungskosten und die jährlichen Servicepauschalen.

26.01.2016