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Renault ruft 15.000 Autos in die Werkstätten

Nach der Feststellung zu hoher Abgaswerte bei Renault zieht der französische Autobauer die Konsequenzen und will 15.000 Neuwagen überprüfen. Frankreichs Umweltministerin Segolene Royal sagte heute, bei diesen Autos müsse der Motor richtig eingestellt werden, bevor sie an die Kunden ausgeliefert würden.

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„Neuwagen müssen den Normen entsprechen“, sagte Royal dem Radiosender RTL. Daher habe sich Renault dazu entschlossen, 15.000 Wagen zu überprüfen, um sicherzugehen, dass die Filtersysteme unter allen Temperaturbedingungen richtig funktionierten. Das könne schnell erledigt werden, sagte Royal, es dauere nur einen halben Tag, einen Motor richtig einzustellen.

Keine Täuschungssoftware eingesetzt

Die französische Regierung hatte sich nach dem Manipulationsskandal bei Volkswagen darum gesorgt, dass auch französische Autobauer eine Schummelsoftware installiert haben könnten, um die Abgaswerte zu drücken. Sie ordnete eine Untersuchung an, bei Renault gab es Durchsuchungen. An der Börse stürzte der Autobauer bei Bekanntwerden der Razzien ab, die Renault-Aktien verloren zeitweise mehr als 20 Prozent.

VW hatte im September eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulationssoftware eingesetzt zu haben. Diese zeigt bei Emissionstests einen niedrigeren Stickoxidausstoß an als auf der Straße. Einen Hinweis auf eine solche Manipulationssoftware fanden die Experten bei Renault nicht, gleichwohl stellten sie zu hohe Emissionen bei Dieselfahrzeugen fest.

19.01.2016