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Was sich 2016 für KonsumentInnen ändert

Ob beim Einkaufen, beim Girokonto oder beim Autoverkauf: 2016 bringt einige Neuerungen für Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich. Die wichtigsten Gesetzesänderungen, Angebote und Vorschriften im Überblick.

Jahreswechsel

Einkaufen

Mit dem ersten Jänner kommt nicht nur die Registrierkassenpflicht für Verkäufer, Unternehmen sind ab sofort auch gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Kunden Belege auszustellen. Die Kunden sind wiederum dazu angehalten, diese Kassazettel entgegenzunehmen und innerhalb des Geschäftes bei sich zu tragen. Sanktionen für Konsumenten, die den Beleg nicht mitnehmen, wird es allerdings keine geben.

Außergerichtliche Streitbeilegung

Mit diesem Jahr tritt das "Alternative-Streitbeilegung-Gesetz" in Kraft. Entsprechend einer Richtlinie der Europäischen Union wurden in Österreich in den vergangenen Jahren acht Schlichtungsstellen etabliert: Das sind die Schlichtungsstellen der RTR Austria, der Post, der Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte und der Österreichischen Kreditwirtschaft, die E-Control, der Internet Ombudsmann, sowie die Ombudsstelle Fertighaus. Nach einer Pilotphase nimmt in diesem Jahr auch der Verein Schlichtung für Verbrauchergeschäfte seine Arbeit auf.

Bankgeschäfte

Im September 2016 soll die EU-Richtlinie zu Zahlungskonten zumindest größtenteils in Kraft treten. Für Bankkunden bedeutet das: Mehr Transparenz bei Girokonten durch standardisierte Kostenlisten und einheitliche Begriffe. Um den Bankenwechsel insgesamt zu erleichtern, soll dann auch ein standardisiertes Procedere eingeführt werden: Gibt es einen Kontowechsel muss die Bank alle damit verbundenen Umstellungen durchführen.

2016 bringt auch das endgültige Aus für die alten Kontonummern: Ab erstem Februar ist der IBAN für alle Überweisungen Pflicht. Die zusätzliche Angabe der internationalen Bankleitzahl BIC ist dann bei Auslandsüberweisungen nicht mehr notwendig.

Reisen

Wer 2016 eine Reise nach Neuseeland plant, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen: Neuseeland verlangt seit diesem Jahr eine Einreisegebühr von 13 Euro pro Person. Diese Gebühr wird bereits mit dem Ticket verrechnet.
Auf den Malediven wird seit kurzem eine Ökosteuer verrechnet, Touristen müssen pro Tag sechs US-Dollar Umweltabgabe bezahlen.

Internet

Alle Güter und Dienstleistungen müssen in Österreich ab erstem Jänner barrierefrei erreichbar sein. Dieses Gesetz gilt nicht nur für Geschäftslokale, sondern auch für Webseiten. Das heißt: Onlineinhalte müssen auch für Blinde oder Menschen mit Behinderung zugänglich gemacht, also les-, beziehungsweise hörbar gemacht werden.

Auto

Die österreichische Vignette - diesmal in mandarin-orange - ist 2016 um 1,5 Prozent teuerer als im Vorjahr. Die Slowakei ersetzt ihre Vignetten zum Aufkleben seit heuer durch elektronische Vignetten - erhältlich im Internet, bei Selbstbedienungsautomaten an den Grenzen und an ausgewählten Tankstellen.

Auch beim Autoverkauf gibt es eine Neuerung: Künftig können nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen, die ihren Gebrauchtwagen ins Ausland verkaufen, einen Teil der Normverbrauchsabgabe, kurz NoVA, zurückverlangen.

Und wer in der Schweiz unterwegs ist und gerne rückwärts fährt, sollte vorsichtig sein: Das ist auf längeren Strecken seit dem erstem Jänner verboten und nur mehr dann erlaubt, wenn das Weiterfahren oder Wenden nicht möglich ist.

05.01.2016