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Große Preisdifferenz bei Kfz-Versicherungen

Die Autoversicherung stellt für private Haushalte einen bedeutenden Kostenfaktor dar. Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AKOÖ) und Durchblicker.at haben daher Versicherungsangebote verglichen und Prämienunterschiede bis zu 671 Euro im Jahr festgestellt.

Auto

Der aktuelle Prämienvergleich zeigt große Unterschiede bei den Preisen der heimischen Kfz-Versicherungen auf. Die Abstände zwischen dem jeweils günstigsten und teuersten Anbieter lagen im Vergleich zwischen 154 und 671 Euro. Erhoben wurden die Jahresprämien inklusive aller Steuern für einen 42-jährigen Mann aus Wels mit Bonusstufe 0.

Beispiel 1: eine Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung kostet jährlich für einen Opel Meriva 1,3 CDTI, 55 kW, zwischen 697 und 1.073 Euro (Prämiendifferenz: 376 Euro)
Audi A4 1,8 TFSI Sport, 125 kW, zwischen 1.435 und 2.106 Euro (Prämiendifferenz: 671 Euro)

Beispiel 2: eine reine Kfz- Haftpflichtversicherung kostet jährlich für einen Opel Meriva 1,3 CDTI, 55 kW, zwischen 375 und 529 Euro (Prämiendifferenz: 154 Euro)
Audi A4 1,8 TFSI Sport, 125 kW, zwischen 868 und 1.168 Euro (Prämiendifferenz: 300 Euro)

Individueller Vergleich

Den einen günstigsten oder teuersten Anbieter gibt es nicht, da viele Faktoren den Preis beeinflussen. Die AK empfiehlt daher, mit dem Vergleichsrechner kostenlos einen individuellen Vergleich zu berechnen. Dieser kann Aufschluss darüber geben, welcher Versicherer gerade das beste Angebot hat.

Wahl der Versicherungssumme

Die gesetzliche Mindestversicherungssumme in der Kfz-Haftpflichtversicherung beträgt derzeit sieben Millionen Euro. Die freiwillige Wahl einer höheren Deckung (z.B. zehn-15 Millionen Euro) ist sinnvoll. Die Mehrkosten dafür sind äußerst gering.

Deckungsumfang prüfen

Während die Kfz-Haftpflichtversicherungen kaum voneinander abweichen, können die Produktdetails bei den Kaskoversicherungen sehr unterschiedlich sein. Hier sollte man daher besonders auf den jeweiligen Deckungsumfang achten.

Insassenunfallversicherung

Häufig wird mit dem Abschluss einer Kfz-Versicherung auch eine Insassenunfallversicherung angeboten. Diese ist aber nur sehr beschränkt sinnvoll. Denn Insassen sind bereits durch die Kfz-Haftpflichtversicherung abgesichert. Zudem sind die Deckungssummen meist eher gering. Als Lenker sollte man sich daher besser durch eine eigene private Unfallversicherung mit ausreichender Deckung absichern. Diese zahlt außerdem nicht nur bei Verkehrsunfällen, sondern generell bei Freizeit- und Arbeitsunfällen.

Tipps zum Prämiensparen

Jährliche Zahlung: Sie ersparen sich Zuschläge sowohl bei der Prämie als auch bei der motorbezogenen Versicherungssteuer. So erhöht sich beispielsweise die motorbezogene Versicherungssteuer bei monatlicher Zahlung um zehn Prozent.

Gezieltes Einsetzen von Selbstbehalten: Mit Selbstbehalten kann die Prämie zum Teil erheblich gesenkt werden, trotzdem bleibt der Schutz vor großen finanziellen Belastungen gewahrt.

Laufend vergleichen: Da sich die Angebote in der Kfz-Versicherung laufend ändern, lohnt sich ein Vergleich nicht nur bei der Anschaffung eines neuen Autos, sondern periodisch alle ein bis zwei Jahre.

13.06.2012