Mehrheitlich gute Noten für frischen Lachs

Lachs aus Aquakulturen hat in einem Test der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich mehrheitlich gute Noten bekommen: Acht von zehn Proben waren einwandfrei. Zwei Fische fielen dagegen durch, unter anderem wegen Verunreinigung mit Listerien.

Die Lachse wurden in unterschiedlichen Einzelhandelsgeschäften vom Diskonter bis zum Frischfischhändler in Linz und Umgebung gekauft. Sie waren entweder an der Frischetheke auf Eis gekühlt oder im Kühlregal unter Schutzatmosphäre verpackt angeboten worden. Unter Einhaltung der Kühlkette wurden sie in ein Labor gebracht. Ihre Bewertung setzte sich aus den sensorischen, mikrobiologischen und chemisch-physikalischen Untersuchungsergebnissen sowie der berechtigten Verbrauchererwartung zusammen.

Marktstand mit Fisch
ORF.at/Carina Kainz
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Alle waren von einwandfreier Qualität - bis auf zwei: Bei einer Probe wurde eine Listerienkontamination festgestellt. Die Bakterien können bei Schwangeren, Kleinkindern oder immungeschwächten Personen zu einer schweren Erkrankung führen. Weil obendrein kein Hinweis angebracht war, dass dieser Fisch nicht zum Rohverzehr geeignet ist, wurde er als wertgemindert beurteilt.

Listerien und Fäkalkeime: Zwei Proben durchgefallen

Eine weitere Probe erhielt das Testurteil „nicht mehr zum Verzehr geeignet“. Denn sie wurde nicht nur optisch und geruchlich für nicht mehr in Ordnung befunden. Sie zeigte auch schwere mikrobiologische Mängel wie eine erhöhte Gesamtkeimzahl und unerfreulich hohe Gehalte an Fäkalkeimen und Verderbserregern.

Die Lachse kosteten zwischen knapp 20 und 66 Euro pro Kilo. Gute Qualität sei aber keine Frage des Preises, stellten die Konsumentenschützer fest. Erstklassigen Fisch gebe es auch um wenig Geld. Am ökologisch verträglichsten sei Bioqualität, diese sei allerdings empfindlich teurer.

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