WhatsApp und YouTube sind Favoriten der Jugend

In einer Umfrage hat der Jugend-Internet-Monitor die beliebtesten Sozialen Netzwerke von Österreichs Jugendlichen ermittelt. An erster Stelle liegen WhatsApp und YouTube. Bei den ganz Jungen ist die Musikvideo-App Musical.ly besonders gefragt. Demgegenüber hat das weltweit größte Soziale Netzwerk Facebook an Attraktivität verloren.

Die mit Abstand beliebtesten Onlinetreffpunkte der Jugendlichen sind WhatsApp (93 Prozent) und YouTube (90 Prozent). Das Bilderportal Instagram wird von 68 Prozent genutzt, gefolgt von der Foto-Sharing-App Snapchat mit 65 Prozent. Abgeschlagen auf dem fünften Platz liegt das größte Soziale Netzwerk der Welt, Facebook. Nur mehr 48 Prozent der Jugendlichen tummeln sich auf den blauen Seiten.

Screenshot Musical.ly
Screenshot Musical.ly
Musical.ly ist bei den 11-14-jährigen besonders beliebt

Newcomer musical.ly

Was im realen Leben Karaoke, das ist in der virtuellen Welt der Sozialen Netzwerke musical.ly. Mit der App können fünfzehnsekündige Musikvideos aufgenommen und mit anderen Nutzern geteilt werden. Der Clou: Man muss nicht selbst singen, sondern bewegt die Lippen zum Playback der Lieblingssongs. In der Umfrage liegt die App bereits hinter Facebook auf Platz Sechs, besonders beliebt ist sie bei der jüngeren Zielgruppe der Elf- bis Vierzehnjährigen.

Spielfeld der Selbstinszenierung

Zugelegt haben Netzwerke, in denen Bilder und Videos eine zentrale Rolle spielen. Für viele Jugendliche seien Bilder und Videos die wichtigsten Ausdrucksformen geworden, um sich im Freundeskreis auszutauschen und um mit ihrem digitalen Umfeld zu kommunizieren, so Matthias Jax von Saferinternet.at. Die EU-Initiative hat das Institut für Jugendkulturforschung mit der Erhebung des Monitors beauftragt. Es wurden 400 Jugendliche in ganz Österreich im Alter von 11-17 Jahren zu ihrer Nutzung von Sozialen Netzwerken befragt.

Am absteigenden Ast: Facebook und Twitter

Facebook hat weltweit nach eigenen Angaben mehr als 1,8 Milliarden User. Unter Österreichs Jugendlichen hat es aber stark an Beliebtheit verloren und rutschte im Jugend-Internet-Monitor um 21 Prozent ab. Auch Twitter büßte elf Prozent ein. Laut Saferinternet.at würde etwa Facebook meist nur mehr als Nachrichtenkanal beziehungsweise für Spiele und nicht mehr als Soziales Netzwerk genutzt.

Jugendliche mit Handy
ORF.at/Dominique Hammer
Smartphone und Apps sind fixer Bestandteil des jugendlichen Alltags

Mädchen und Burschen bevorzugen andere Plattformen

Bei WhatsApp und YouTube hält sich die Beliebtheit bei den Geschlechtern noch die Waage. Instagram, Snapchat oder musical.ly sind bei Mädchen wesentlich beliebter. Hingegen punktet Twitch, eine Video-Plattform für Computerspiele vor allem bei Burschen.

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